Die uralte Geschichte von Salz und Brot

Brot und Salz – Gott erhalt’s

Salz und Brot stehen nach wie vor in vielen Kulturkreisen hoch im Kurs. Sie zählen seit jeher zu den wichtigsten Grundnahrungsmittel.

In Regionen, in denen kein Salz vorkam, war die Beschaffung mit hohen Kosten und großen Mühen verbunden. Daher galt es gerade in diesen Gebieten als Luxusgut und eines der wertvollsten Dinge. Dies erklärt auch, warum salzproduzierende und handelnde Orte erblühten und wohlhabend waren.

Doch aufgrund der Wichtigkeit dieser beider Lebensmittel durften sie auch in einem einfachen oder ärmlichen Haushalt nicht fehlen.
Hintergrund dafür waren aber nicht die für den Köper so wichtigen Nährstoffe, sondern die früher oft gefühlte Abhängigkeit von nicht beherrschbaren Faktoren. Die Menschen waren konfrontiert mit Kriegen, Missernten und anderen Naturkatastrophen. Dahinter vermuteten die Menschen oft übernatürliche Mächte. Daher waren Salz und Brot Geschenke des Himmels.

     

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Salz und Brot als Segenswunsch

„Wer genügend Brot zum Essen und Salz in der Suppe hat, ist von Gott gesegnet.“, lautet eine uralte überlieferte Weisheit im deutschsprachigen Raum. Daraus entwickelte sich die Mitnahme dieser Geschenke bei besonderen Gelegenheiten. Sie sind Glück- und Segenswünschen und sollen so symbolisch den Beschenkten überreicht werden.

In weiterer Folge wurden Salz und Brot auch als Abwehrmittel gegen das Böse angesehen. Die Übergabe dieser Geschenke sollte alle Mitglieder des Haushalts vor Bösem schützen. Schließlich soll auch für Gäste genügend Brot und Salz zur Verfügung stehen. Dahinter steht das Gast- und Schutzrecht unter einem Dach.

Bis heute hat sich der Brauch gehalten, bei Einstandsfeiern Salz und Brot als Gastgeschenk mitzunehmen. Egal ob es sich dabei um den Einzug in ein Haus, eine Wohnung oder einen Wohnwagen handelt. Salz und Brot dürfen nicht fehlen!

Symbol für Fruchtbarkeit

Auch bei Hochzeiten werden Salz und Brot überreicht. Dabei dienen sie neben den Zeichen für Wohlstand und Sesshaftigkeit auch als Zeichen für Fruchtbarkeit.

Sie werden Babys in Böhmen und Norddeutschland in die Windeln gelegt, damit das Kind nie Hunger leidet und ein Leben lang Wohlstand hat.

     

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Und neben Salz und Brot gehört auch noch das zu einem wohlschmeckenden Frühstückstisch.

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